{"id":971,"date":"2025-05-02T18:23:55","date_gmt":"2025-05-02T16:23:55","guid":{"rendered":"https:\/\/organizingarchitectures.org\/organizing-architectures\/"},"modified":"2026-03-02T15:16:48","modified_gmt":"2026-03-02T14:16:48","slug":"about","status":"publish","type":"oa-page","link":"https:\/\/organizingarchitectures.org\/de\/about\/","title":{"rendered":"Organizing Architectures"},"content":{"rendered":"\n<p>\u201eOrganizing Architectures&#8221; ist ein interdisziplin\u00e4res DFG-gef\u00f6rdertes Graduiertenkolleg, das gemeinsam mit mehreren hessischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen innovative Qualifikationsarbeiten exzellenter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler f\u00f6rdern will. <\/p>\n\n<p>Das stark interdisziplin\u00e4r und international angelegte Studien- und Forschungsprogramm erm\u00f6glicht multiperspektivisches Arbeiten, das sich mit dem Spannungsfeld von Architekturproduktion und gesellschaftlichen Prozessen besch\u00e4ftigt. Wie formen gebaute oder geplante Strukturen (\u00f6ffentliche) R\u00e4ume und gesellschaftliche Dynamiken? Wie materialisieren sich gesellschaftliche Prozesse und Diskurse in Architektur? Und wie wirkt das auf die Gesellschaft zur\u00fcck? Dabei wird ein breites Verst\u00e4ndnis des Architektur-Begriffs zugrunde gelegt, das nicht nur einzelne Bauten, sondern auch st\u00e4dtebauliche Ensembles und Infrastrukturen einschlie\u00dft; Architekturen als diskursive, symbolische und gebaute R\u00e4ume organisationaler Strukturen.     <\/p>\n\n<p>Mit einer intensiven Betreuungsstruktur, regelm\u00e4\u00dfigen Kolloquien zum Austausch sowie einem vielseitigen Workshop-Programm werden die Kollegiat*innen bei ihrer Forschung begleitet. Durch die vielf\u00e4ltigen Veranstaltungen des Kollegs und die diverse Gruppe der Betreuer*innen bieten sich den Kollegiat*innen ideale Voraussetzungen zum Aufbau breit und international aufgestellter professioneller Netzwerke. Im November 2024 hat die erste Kohorte, mit zw\u00f6lf Doktorand*innen und zwei Postdocs, ihre Arbeit begonnen, im Herbst 2026 wird eine zweite Kohorte starten.   <\/p>\n\n<p>Um eine breitere \u00d6ffentlichkeit an den Forschungsinhalten teilhaben zu lassen, finden regelm\u00e4\u00dfig \u00f6ffentliche Vortr\u00e4ge statt. Unterschiedliche Vermittlungsformate \u2013 Publikationsreihe, Blog, Dokumentationen, Bild- und Textessays, Videos \u2013 garantieren eine einfache Zug\u00e4nglichkeit zu den Projekten und Forschungsergebnissen des Graduiertenkollegs.  <\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Beteiligte Institutionen <\/h3>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.uni-frankfurt.de\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt am Main <\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.tu-darmstadt.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Technische Universit\u00e4t Darmstadt <\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.uni-kassel.de\/uni\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Universit\u00e4t Kassel <\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.lhlt.mpg.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Max-Planck-Institut f\u00fcr Rechtsgeschichte und Rechtstheorie Frankfurt am Main <\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Beteiligte Disziplinen <\/h3>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Architektur <\/li>\n\n\n\n<li>Architekturgeschichte <\/li>\n\n\n\n<li>Architekturtheorie <\/li>\n\n\n\n<li>Geschichte <\/li>\n\n\n\n<li>St\u00e4dtebau <\/li>\n\n\n\n<li>Medienwissenschaft <\/li>\n\n\n\n<li>Kunstgeschichte <\/li>\n\n\n\n<li>Humangeografie <\/li>\n\n\n\n<li>Politikwissenschaft <\/li>\n\n\n\n<li>Rechtsgeschichte <\/li>\n\n\n\n<li>Soziologie <\/li>\n<\/ul>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kooperationspartner <\/h3>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Deutsches Architekturmuseum Frankfurt am Main<\/li>\n<\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Profil des Graduiertenkollegs<\/h2>\n\n<p>Das Kolleg \u201eOrganizing Architectures\u201c versteht Bauwerke als Symptome und Werkzeuge moderner Institutionen, Netzwerke und Diskurse. Dabei geht es von der Grundannahme aus, dass sich die Betrachtung sozialer Ordnungen nicht von architektonischen Formationen separieren l\u00e4sst, und dass diese, wie auch die jeweiligen Architekturen, durch spezifische, komplexe gesellschaftliche Aushandlungsprozesse entstehen. Demzufolge wird die Moderne als ein prozessuales Gef\u00fcge aufgefasst, das aus organisierten und organisierenden Architekturen besteht.   <\/p>\n\n<p>Ein Architektur-Verst\u00e4ndnis, in dem Architekturen sowohl Produkte als auch Anst\u00f6\u00dfe kollektiver Prozesse sind, tr\u00e4gt zum einen der Tatsache Rechnung, dass sich in Architekturen vielschichtige gesellschaftliche Prozesse materialisieren, verk\u00f6rpern und symptomhaft ausbilden. Zum anderen organisieren gebaute oder geplante Strukturen selbst gesellschaftliche R\u00e4ume, die wiederum Einfluss auf die Rezeption und Projektion von Architekturen haben.  <\/p>\n\n<p>\u201eOrganizing Architectures\u201d weist damit sowohl in inhaltlicher als auch in methodischer Hinsicht \u00fcber den aktuellen Stand der Architekturforschung hinaus. Das Kolleg leistet so einen wesentlichen Beitrag zur wissenschaftlichen Neuorientierung und Internationalisierung im rapide wachsenden Feld der Architectural Humanities, welches sich der Untersuchung von historischen und kulturellen Architekturprozessen und -praktiken widmet und hierf\u00fcr vielf\u00e4ltige und interdisziplin\u00e4re methodische Ans\u00e4tze und Medien heranzieht.  <\/p>\n\n<p>Die zentrale Forschungsidee von \u201eOrganizing Architectures\u201d ist es, diesen Spannungsraum zwischen organisierten Architekturen und organisierenden Architekturen zu untersuchen. Damit verschiebt das Kolleg den Fokus von dominanten Architekturkonzepten und Dispositiven (das sch\u00f6pferische Subjekt, das k\u00fcnstlerische Einzelwerk, das Gebaute als Abschluss des Planens) hin zu einer Betrachtung ihrer prozessualen Bedingungen. Organisiertheit und Kollektivit\u00e4t gehen darin eine spannungsreiche Wechselbeziehung mit Zuschreibungen individualisierter Verantwortlichkeiten und Wirkm\u00e4chtigkeiten ein.   <\/p>\n\n<p>Die Relevanz und Aktualit\u00e4t dieser Themen wird besonders deutlich angesichts aktueller Projekte wie der linearen Stadt Neom in Saudi-Arabien, der Verlagerung von Megast\u00e4dten wie Manila und Jakarta in geplante Metropolen oder der Pl\u00e4ne von Elon Musk f\u00fcr eine Kolonie auf dem Mars. Diese (mitunter eskapistischen) Planungsphantasien spiegeln die aktuellen (wirtschaftlichen, politischen und klimatischen) Krisen wider, bieten aber keine nachhaltigen Antworten. Die Forschungsgruppe konzentriert sich daher &#8211; angesichts der aktuellen Herausforderungen und aus einer dezidiert interdisziplin\u00e4ren Perspektive &#8211; auf die Architektur als Raum der dynamischen Verhandlung. Ausgehend von der Moderne als historischem Rahmen wird die umstrittene Koexistenz von kollektiver und individueller Gestaltungsmacht in Planungsprozessen untersucht. Es bietet nicht nur eine neue Perspektive auf die Architektur der Moderne, sondern liefert auch wichtige Erkenntnisse und tr\u00e4gt zur Sensibilisierung von Wissenschaftlern und Architekten f\u00fcr Planungsentscheidungen und deren gesellschaftliche Auswirkungen bei.     <\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"class_list":["post-971","oa-page","type-oa-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/organizingarchitectures.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/oa-page\/971","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/organizingarchitectures.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/oa-page"}],"about":[{"href":"https:\/\/organizingarchitectures.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/oa-page"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/organizingarchitectures.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=971"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}