{"id":1995,"date":"2026-09-04T10:18:51","date_gmt":"2026-09-04T08:18:51","guid":{"rendered":"https:\/\/organizingarchitectures.org\/architekturen-organisieren\/"},"modified":"2026-09-04T10:34:02","modified_gmt":"2026-09-04T08:34:02","slug":"architekturen-organisieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/organizingarchitectures.org\/de\/architekturen-organisieren\/","title":{"rendered":"Architekturen Organisieren"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">von <a href=\"https:\/\/organizingarchitectures.org\/de\/person\/prof-dr-carsten-ruhl\/\">Carsten Ruhl<\/a><\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Grundannahme unseres Graduiertenkollegs ist es, dass Geb\u00e4ude aus hochgradig organisierten Prozessen hervorgehen und dass sie, sobald sie gebaut sind, selbst organisierende Prozesse ansto\u00dfen k\u00f6nnen, die weit \u00fcber den Bereich der Architektur hinausreichen. <br\/>Doch was ist mit Architekturen, die niemals realisiert wurden? Um dieser Frage nachzugehen, lohnt es sich, ein Projekt n\u00e4her zu betrachten, welches, obwohl nie umgesetzt, einen starken Einfluss darauf hatte, wie Berlin als neue Hauptstadt Deutschlands tats\u00e4chlich gebaut wurde.   <\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1222\" height=\"1716\" src=\"https:\/\/organizingarchitectures.org\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2026-09-04-um-10.06.42.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1988\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/organizingarchitectures.org\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2026-09-04-um-10.06.42.jpg 1222w, https:\/\/organizingarchitectures.org\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2026-09-04-um-10.06.42-480x674.jpg 480w, https:\/\/organizingarchitectures.org\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2026-09-04-um-10.06.42-640x899.jpg 640w, https:\/\/organizingarchitectures.org\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2026-09-04-um-10.06.42-720x1011.jpg 720w, https:\/\/organizingarchitectures.org\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2026-09-04-um-10.06.42-960x1348.jpg 960w, https:\/\/organizingarchitectures.org\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2026-09-04-um-10.06.42-1168x1640.jpg 1168w\" sizes=\"auto, (max-width: 1222px) 100vw, 1222px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Titelseite der Brosch\u00fcre zum Architektenwettbewerb Deutsches Historisches Museum mit dem Siegerentwurf von Aldo Rossi, hg. v. Bundesminister f\u00fcr Raumordnung, Bauwesen und St\u00e4dtebau, Bonn 1988<\/figcaption><\/figure>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 1988 erhielten Aldo Rossi Associati den ersten Preis im Architekturwettbewerb f\u00fcr das neue Deutsche Historische Museum, an dem \u00fcber 200 Architekturb\u00fcros teilgenommen hatten (Abb.). Was auf den ersten Blick wie ein einfacher Vorgang erscheinen mag, erwies sich in Wirklichkeit als ein kompliziertes organisatorisches Unterfangen.  <em> <\/em>Schon lange bevor Architekt*innen Entw\u00fcrfe f\u00fcr das geplante Museum vorlegen konnten, wurden die konzeptionellen Grundlagen dieses prestigetr\u00e4chtigen Projekts durch Politiker*innen, Fachleute, Kritiker*innen und Interessenvertreter*innen erarbeitet.<br\/>Angesichts der Tatsache, dass Deutschland zu diesem Zeitpunkt noch in Ostdeutschland (DDR) und Westdeutschland (BRD) geteilt war, l\u00f6ste die Idee eines neuen Museums, welches den Anspruch erhob, eine gemeinsame nationale Geschichte zu repr\u00e4sentieren, eine langanhaltende Debatte aus. Zun\u00e4chst ging es dabei weniger um die Architektur selbst als vielmehr um die Bedeutung und den Zweck einer solchen Institution. Die einen sahen darin einen legitimen Akt der Identit\u00e4tsbildung, andere bef\u00fcrchteten eine vom Staat aufoktroyierte Geschichtsstunde. Symbolpolitische Inszenierungen n\u00e4hrten den Verdacht auf eine autorit\u00e4re Neuinterpretation der j\u00fcngeren Vergangenheit.    <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch wie war dieser Prozess organisiert?<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1982 wurde der konservative Politiker Helmut Kohl zum Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gew\u00e4hlt.<br\/>In seiner Regierungserkl\u00e4rung machte Kohl, der selbst ausgebildeter Historiker war, die Gr\u00fcndung des Deutschen Historischen Museums zu seinem pers\u00f6nlichen Anliegen. Er verband dieses Vorhaben mit nichts Geringerem als einer \u201enationalen Aufgabe von europ\u00e4ischem Rang\u201c.<br\/>Im selben Jahr berief Richard von Weizs\u00e4cker, damals regierender B\u00fcrgermeister von Berlin, eine Gr\u00fcndungskommission aus vier Historikern ein. Drei Jahre sp\u00e4ter folgte eine Expertenkommission aus weiteren sechzehn Historikern, Kunsthistorikern und Museologen. Deren Aufgabe bestand darin, Konzepte f\u00fcr das neue Museum und dessen Dauerausstellung auszuarbeiten.      <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Fr\u00fchjahr 1986 legte die Kommission, die ausschlie\u00dflich aus m\u00e4nnlichen, westdeutschen Experten bestand, ihr Konzept dem Berliner Senat, der Konferenz der Kultusminister und Ministerpr\u00e4sidenten, dem Kulturausschuss des Bundestages und dem Bundeskabinett vor. Obwohl das Konzept von der Bundesregierung und einem Netzwerk einflussreicher Vertreter*innen aus Kultur und Politik der Bundesrepublik unterst\u00fctzt wurde, geriet es schon bald in eine anhaltende Kontroverse. Der Regierung wurde vorgeworfen, Geschichte als Instrument zur Konstruktion einer neuen nationalen Erz\u00e4hlung zu nutzen, die die j\u00fcngere deutsche Vergangenheit verharmlose.   <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Infolge dieser massiven Kritik startete die Kommission eine weitere umfangreiche Kampagne. Rund 3.000 Vertreter*innen unterschiedlicher gesellschaftlicher und politischer Gruppen, Institutionen sowie einige deutsche Universit\u00e4ten wurden gebeten, zum Museumsprojekt Stellung zu nehmen. Dar\u00fcber hinaus organisierte die Kommission zwischen 1986 und 1987 drei umfassende Anh\u00f6rungen, an denen weitere Vertreter*innen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur teilnahmen. Den Abschluss bildete ein Kolloquium in M\u00fcnchen, welches der Er\u00f6rterung architektonischer und museologischer Fragestellungen diente. Etwa zur gleichen Zeit wurde eine weitere Arbeitsgruppe aus f\u00fcnfzehn Expert*innen gebildet, um den Architekturwettbewerb zu organisieren.    <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Institutionalisierung der deutschen Geschichte wurde offensichtlich mit gro\u00dfem organisatorischen Aufwand vorangetrieben. Was jedoch nach au\u00dfen als reibungslos verlaufender Organisationsprozess erscheinen mochte, geriet schon bald in den Strudel zahlreicher Konflikte. <br\/>Mit der Bekanntgabe des Siegerentwurfs weitete sich die \u00f6ffentliche Debatte auch auf den Architekturwettbewerb aus. Zahlreiche Autor*innen kritisierten die mangelnde Transparenz des Verfahrens, die grunds\u00e4tzlich fragw\u00fcrdige Ausgestaltung der Wettbewerbsaufgabe und das Vorhaben, ein monumentales Nationalmuseum in unmittelbarer N\u00e4he des Reichstagsgeb\u00e4udes zu errichten. Der Entwurf von Aldo Rossi Associati wurde dar\u00fcber hinaus mit faschistischem Monumentalismus in Verbindung gebracht. Die Jury, unter dem Vorsitz des deutschen Architekten Max B\u00e4cher, geriet zus\u00e4tzlich unter Druck, nachdem der Berliner Senat drei Konsultationen durchgef\u00fchrt hatte, an denen prominente Kritiker*innen beteiligt waren.      <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letztlich wurde das Projekt jedoch vom Lauf der Geschichte \u00fcberholt. Mit dem Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 schien ein neues Museumsgeb\u00e4ude am Spreebogen unwahrscheinlich. Das bedeutete jedoch nicht, dass die Pl\u00e4ne f\u00fcr ein Deutsches Historisches Museum g\u00e4nzlich aufgegeben wurden. <br\/>Im Gegenteil, anstatt an dem heftig umstrittenen Entwurf festzuhalten, beschloss die deutsche Regierung, das neue Museum in einem bereits bestehenden Geb\u00e4ude unterzubringen: dem Zeughaus Unter den Linden. Diese Entscheidung war allerdings nicht weniger problematisch und umstritten als der Entwurf f\u00fcr den Spreebogen. Denn kaum ein anderes Geb\u00e4ude in Berlin repr\u00e4sentierte mehr die milit\u00e4rische Macht Preu\u00dfens und dessen imperialen politischen Ambitionen im 18. Jahrhundert. <br\/>Hinzu kam, dass das Geb\u00e4ude bereits zuvor als Museum genutzt worden war. Zwischen 1953 und 1990 beherbergte es das Museum f\u00fcr Deutsche Geschichte der DDR, dessen Dauerausstellung von Marx\u2018 historischem Materialismus und der Vorstellung von Geschichte als Abfolge von Klassenk\u00e4mpfen gepr\u00e4gt war. Ein neues Museum an diesem Ort und zu diesem Zeitpunkt, das den Anspruch erhob, eine gemeinsame und ungeteilte nationale Geschichte zu pr\u00e4sentieren, konnte daher kaum anders denn als problematischer Revisionismus wahrgenommen werden.         <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl der Entwurf von Aldo Rossi Associati nie umgesetzt wurde, hatte er dennoch einen erheblichen Einfluss auf die tats\u00e4chliche Umgestaltung Berlins zur neuen Hauptstadt Deutschlands. Teile der politischen Elite waren von den historischen Anspielungen des Entwurfs fasziniert. Denn dieser legte ganz offen nahe, dass architektonische Formen entweder aus konkreten historischen Bez\u00fcgen oder aus einer eher allgemeinen Vorstellung historischer Bautypen hervorgehen. Wie Entwurfszeichnungen der Architekten deutlich zeigten, umfasste dies eine ganze Reihe heterogener bildlicher Referenzen \u2013 darunter Schinkels Altes Museum, Peter Behrens&#8217; AEG-Turbinenhalle, Walter Gropius&#8217; Fabrik in Alfeld, Mies van der Rohes Neue Nationalgalerie sowie Heinrich Tessenows Festspielhaus Hellerau. Hinzu kamen Geb\u00e4udetypen wie die Basilika, das Kirchenschiff und die Rotunde.<br\/>Im Wesentlichen sah der Entwurf eine Zukunftsarchitektur vor, die auf der imagin\u00e4ren Rekonstruktion dessen beruhte, was am Ort des Baugeschehens tats\u00e4chlich fehlte. Die Geschichte, die sich aus dem Ort selbst ableiten lie\u00dfe, wird hier durch die Vorstellung zeitloser architektonischer Grundformen sowie ikonischer Bauwerke ersetzt, deren vermeintlicher Ursprung sich allenfalls im kollektiven Bildged\u00e4chtnis der politischen und kulturellen Elite Berlins verorten l\u00e4sst.      <\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1867\" src=\"https:\/\/organizingarchitectures.org\/wp-content\/uploads\/Neues_Stadtschloss_in_Berlin-Mitte.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1987\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/organizingarchitectures.org\/wp-content\/uploads\/Neues_Stadtschloss_in_Berlin-Mitte.jpg 2560w, https:\/\/organizingarchitectures.org\/wp-content\/uploads\/Neues_Stadtschloss_in_Berlin-Mitte-480x350.jpg 480w, https:\/\/organizingarchitectures.org\/wp-content\/uploads\/Neues_Stadtschloss_in_Berlin-Mitte-640x467.jpg 640w, https:\/\/organizingarchitectures.org\/wp-content\/uploads\/Neues_Stadtschloss_in_Berlin-Mitte-720x525.jpg 720w, https:\/\/organizingarchitectures.org\/wp-content\/uploads\/Neues_Stadtschloss_in_Berlin-Mitte-960x700.jpg 960w, https:\/\/organizingarchitectures.org\/wp-content\/uploads\/Neues_Stadtschloss_in_Berlin-Mitte-1168x852.jpg 1168w, https:\/\/organizingarchitectures.org\/wp-content\/uploads\/Neues_Stadtschloss_in_Berlin-Mitte-1440x1050.jpg 1440w, https:\/\/organizingarchitectures.org\/wp-content\/uploads\/Neues_Stadtschloss_in_Berlin-Mitte-1920x1400.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Humboldt Forum in Berlin-Mitte mit dem Ostfl\u00fcgel von Franco Stella, Aufnahme Berlin 2022. <br\/>\u00a9 Minderbinder, CC BY-SA 4.0 https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0, via Wikimedia Commons<\/figcaption><\/figure>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das prominenteste Projekt in dieser Hinsicht ist sicherlich das zwischen 2013 und 2020 rekonstruierte Berliner Stadtschloss (Abb.). Es steht f\u00fcr eine Erinnerungspolitik, die das Bild einer ungebrochenen nationalen Geschichte schafft und dabei Br\u00fcche, Risse und Fragmentierungen ausklammert. Im Einklang mit diesem allgemeinen Verst\u00e4ndnis von Stadtplanung als r\u00e4umliche Neuordnung der Geschichte stellt sich die Nachbildung des alten Stadtschlosses <em>in situ <\/em>vor den Augen der Betrachtenden als etwas dar, dass es so nie gegeben hat. Zugleich ist es gepr\u00e4gt von einem vermeintlich zeitlosen Skelett aus streng angeordneten Fensterachsen, Loggien und S\u00e4ulenhallen. Die neue Architektur ignoriert also nicht nur den gegenw\u00e4rtigen Standort und seine Geschichte. Dar\u00fcber hinaus soll das neue Stadtschloss demonstrieren, wie aus pseudohistorischen Monumenten etwas \u201e\u00dcberhistorisches\u201c extrahiert werden kann. <br\/>So erweist sich die viel gepriesene Wiedergewinnung von Geschichte als doppelte Negation der Geschichte. Angesichts des Berliner Stadtschlosses muss die moderne Stadt daher nicht mehr vor sich selbst gerettet werden, sondern vor Projektionen, die nur wenig mit der Wirklichkeit gemein haben und dem Ort jede eigene Realit\u00e4t absprechen. In diesem Sinne k\u00f6nnte der Berliner Schlossplatz als ein utopischer Ort betrachtet werden, der zwar durch die Geschichte legitimiert ist, jedoch au\u00dfer Acht l\u00e4sst, wie die unmittelbare Vergangenheit diesen konkreten Ort gepr\u00e4gt hat.<em> <\/em>        <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was k\u00f6nnen wir daraus lernen? <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun, zun\u00e4chst einmal lie\u00dfe sich viel dar\u00fcber lernen, wie Architektur von Institutionen und Netzwerken organisiert wird: Ministerien, kulturelle Einrichtungen, Hochschulen, Kommissionen, politische Parteien, Interessengruppen und Kritiker*innen. <br\/>Sie alle nutzten den Wettbewerb f\u00fcr das Deutsche Historische Museum als Anlass f\u00fcr eine eher allgemeine Debatte \u00fcber kulturelle, historische und nationale Identit\u00e4tsbildung. Dementsprechend wurde der Entwurf von manchen als kritische Reflexion \u00fcber die Geschichte durch die Verwendung fragmentierter traditioneller Formen und Bez\u00fcge verstanden, w\u00e4hrend andere die Architektur mit revisionistischem Denken, historischer Ignoranz oder sogar Faschismus in Verbindung brachten.   <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zudem wird deutlich, dass hochgradig organisierte Prozesse wie das Projekt des Deutschen Historischen Museums weder Kontrolle garantieren noch zwangsl\u00e4ufig zu einem realisierten Geb\u00e4ude f\u00fchren. Andererseits haben langwierige Debatten \u00fcber Projekte von solcher Tragweite das Potenzial, zu pr\u00e4genden Narrativen der Stadtplanung zu werden, wie etwa am Beispiel des neue Stadtschlosses deutlich wurde. Man k\u00f6nnte auch von einer Architektur des Diskurses und der machtvollen Referenzen sprechen, die zuweilen das Potenzial zur Materialisierung in nachfolgenden architektonischen und st\u00e4dtebaulichen Projekten hat. <br\/>Dies gilt speziell f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis von Stadtplanung als etwas, das weniger auf die Auseinandersetzung mit der konkreten Situation eines tats\u00e4chlichen Bauortes zielt als vielmehr auf die Konstruktion monumentaler Schim\u00e4ren.    <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Literatur: <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frederike Lausch\/Phoebus Panigyrakis: Aldo Rossi in the Turmoil of \u201eGerman Identity\u201c. The German Historical Museum Competition of 1988, in: Histories of Postwar Architecture, 4(7), 2020, pp. 169\u2013199, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.6092\/issn.2611-0075\/11264\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.6092\/issn.2611-0075\/11264<\/a> <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Paula L\u00f6wen-Pohle: Architektur als Aushandlungsprozess. Der Architekturwettbewerb zum Deutschen Historischen Museum <em> <\/em>von 1985 bis 1991, Master Thesis, Kunstgeschichtliches Institut, Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt am Main, Frankfurt am Main 2021<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Carsten Ruhl: Simulated History. The Berlin Schlossplatz as a utopian place, in: Sylvia Martin (ed.), Allora &amp; Calzadilla (Kunstmuseen Krefeld\/Haus Esters), N\u00fcrnberg 2009, pp. 40\u201346 <\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hendrik Tieben: Aldo Rossis Auseinandersetzung mit Geschichte, Erinnerung und Identit\u00e4t am Beispiel des Projekts des Deutschen Historischen Museums, Diss., Z\u00fcrich\/Braunschweig 2005<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Carsten Ruhl Die Grundannahme unseres Graduiertenkollegs ist es, dass Geb\u00e4ude aus hochgradig organisierten Prozessen hervorgehen und dass sie, sobald sie gebaut sind, selbst organisierende Prozesse ansto\u00dfen k\u00f6nnen, die weit \u00fcber den Bereich der Architektur hinausreichen. Doch was ist mit Architekturen, die niemals realisiert wurden? 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