Ein Fokus der letztjährigen „Country“-Ausgabe war die wachsende Anziehungskraft ländlicher Räume auf Kulturschaffende, die die Ruhe des Landlebens suchen und sich zugleich kritisch mit den Bedingungen außerhalb urbaner Zentren auseinandersetzen. In Sachsen-Anhalt erinnert die Landesausstellung „Gerechtigkeyt 1525“ an den 500. Jahrestag des Bauernkriegs und verdeutlicht, dass der ländliche Raum nicht nur Schauplatz reaktionärer Aufstände, sondern auch emanzipatorischer Kämpfe war. Als Teil dieses größeren Projekts vereint die Ausstellung „Planetary Peasants“ 30 künstlerische Positionen, darunter zahlreiche eigens in Auftrag gegebene Werke, und entwirft die spekulative Figur des planetarischen Bauern vor allem durch die räumliche Anordnung. In seiner Rezension fragt Nikolay Smirnov, wie die antihegemoniale Dimension einer planetarischen Weltanschauung zum Ausdruck gebracht werden kann, ohne dabei die Ambivalenz der Identifikation mit dem Land außer Acht zu lassen.
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Texte zur Kunst, 2. Oktober 2025
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