Die aktuelle Debatte um das „Stadtbild“, neu entfacht durch Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz, hat gezeigt, wie umkämpft und zugleich unklar dieser Begriff ist. In politischen Beiträgen wird das Stadtbild häufig normativ aufgeladen: als Ausdruck von Ordnung, Identität oder vermeintlicher kultureller Homogenität. Aber wessen Wahrnehmungen sind dabei gemeint, welche sozialen Realitäten werden ausgeblendet – und welche Folgen haben solche Deutungen für das Zusammenleben in einer Stadt wie Frankfurt?
In einer Podiumsdiskussion mit Impulsgeber*innen aus Wissenschaft und Praxis wollen wir erarbeiten, was „Stadtbild“ tatsächlich bedeuten kann – jenseits vereinfachender Zuschreibungen.
Wir verstehen diese Veranstaltung ausdrücklich als offenes Forum. Ziel ist nicht die Festlegung eines „richtigen“ Stadtbildes, sondern das Sichtbarmachen von Vielfalt, Widersprüchen und gemeinsamen Aushandlungsprozessen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an der Diskussion.
Die Veranstaltung beinhaltet eine Ausstellung von Materialien, die uns Frankfurter*innen zu ihrem persönlichen Stadtbild zugesendet haben.
Podiumsteilnehmer*innen
- Luise Klaus, Humangeografin
- Michel Müller, Architekt
- Katharina Böttger, Kuratorin & Stadtforscherin
29.04.2026, 18:30
Stadthaus Frankfurt
Markt 1, 60311 Frankfurt
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.
“Kontroverse Architekturen” ist eine Veranstaltungsreihe des interdisziplinären Graduiertenkollegs „Organizing Architectures“ in Kooperation mit der Volkshochschule Frankfurt im Rahmen von Frankfurt World Design Capital 2026.
